MIGHTY OAKS - Dreamers

Single: "Be With You Always" MPN 13.01.2017
Single 2: "Raise A Glass" MPN 05.05.2017
Album: "Dreamers" VÖ 24.03.2017

 

Nach nur zwei EPs und einem Debütalbum, das aus dem Stand in die Top 10 einstieg, sind die Mighty Oaks in der hiesigen Musiklandschaft eine feste Größe. Zahllose Festival- und TV-Auftritte, komplett ausverkaufte Touren sowie Konzerte in ganz Europa und sogar den USA sprechen für sich. Die Fans schwärmen von der Bühnenpräsenz der jungen Band und auch die Presse zeigt sich in ihren Beiträgen begeistert. Fast immer ist darin die Rede von handgemachter Musik und der Liebe zur Natur, von Folkmusik und Akustikgitarren, von Songs über Freiheit, Abenteuer, Fernweh und die Liebe, von Mandolinen und Harmoniegesang, von drei Jungs, die es aus ihren Heimatländern England, Italien und den USA über den Umweg Hamburg nach Berlin verschlug, um fortan gemeinsam auf der Bühne zu stehen. 
 

Zuschreibungen, die allesamt zutreffen und die bereits seit der im eigenen Wohnzimmer aufgenommenen ersten EP „Driftwood Seat“ für die Musik von Ian Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders stehen und die auch noch galten, als die Mighty Oaks 2014 ihr erstes Album „Howl“ veröffentlichten oder als sie am Soundtrack von Hans Weingärtners Film „Die Summe meiner einzelnen Teile“ mitwirkten. Und natürlich gelten sie auch für „Dreamers“ – das von ihren Fans sehnlich erwartete Nachfolgewerk. Dennoch ist dieses neue, zweite Album sehr viel mehr, als die Summe eben dieser Teile. Oder, um es mit Ian Hoopers Worten zu sagen, so viel „größer“ als diese. Zumal die Band sie konsequent ergänzt, ausgebaut und auf den Kopf gestellt hat – wobei die Veränderung sowie die Gewissheit, dass nichts jemals bleibt, wie es war, letztlich sogar zu einer Art Grundmotiv des Albums wurden. 
 

Denn 2016 war ein Jahr der Zäsuren und Umbrüche. Ein Umstand, den Ian, Claudio und Craig selbst hautnah erlebten, als sie sich nach zwei Jahren des pausenlosen Tourens eine Auszeit nahmen und Berlin eine Zeit lang den Rücken kehrten, um in ihre Heimatländer zurückzukehren – ursprünglich mit dem Ziel, neue Energie zu tanken. Aus der Pause zum Durchatmen wurde eine Phase, die für das Songwriting zum kommenden Album ganz besonders prägend sein sollte. Denn gerade die USA, Großbritannien und Italien gehören zu den Ländern, welche die gesellschaftlichen Umwälzungen ganz besonders zu spüren bekamen. 
 

Mit einem Mal schien vieles von dem, was sie bis dahin als selbstverständlich wahrgenommen hatten, unsicherer denn je zu sein – selbst an der sonnenverwöhnten Adriaküste, im Südwesten Englands und den idyllischen Fjorden von Washington State, wo sich die Band schließlich unweit von Ians Heimatort in das Studio von Produzent Ryan Hadlock (The Lumineers, Vance Joy u. v. a.) zurückzog, um mit ihm das neue Mighty-Oaks-Album „Dreamers“ aufzunehmen. Inmitten der gewaltigen Naturkulisse des pazifischen Nordwestens mit seinen uralten Wäldern und Bergen. 
 

Angesichts dieser Koordinaten ist es also nicht weiter verwunderlich, wenn sich die Themenkomplexe „Wandel“ und „Vergänglichkeit“ wie ein roter Faden durch einen Großteil der neuen Songs eines Albums ziehen. Eines Albums, das bei aller Nachdenklichkeit dennoch niemals die Hoffnung verliert und dessen warme Melancholie jederzeit einen optimistischen Gegenpol findet, das Mut macht und den Zuhörer an die Hand nimmt und mitreißt. 
 

Ein Paradebeispiel für diesen Brückenschlag ist „Be With You Always“, ein Lovesong und ein Ohrwurm in klassischer Mighty-Oaks-Manier, mit seinen sanft treibenden Akustikgitarren und dem Harmoniegesang im Refrain, der den Hörer sofort packt, ein Gefühl von Aufbruchsstimmung vermittelt und kiloweise Endorphine freisetzt – denn wenn Ian singt „We’ll never be the same again“, dann sorgt dieser Aufbruch ins Ungewisse vor allem für eines: die Repeat-Taste der Anlage wird wieder gedrückt. 
 

Überhaupt haben die Mighty Oaks ein großes Herz für Fantasten, Forscher und Abenteurer, „für die Spinner, also die Menschen, die sich erlauben zu träumen und die sich trauen, ihren Träumen nachzugehen“, wie Ian Hooper sie nennt und denen sie mit „Dreamers“, dem Titelsong des Albums, eine Hymne geschrieben haben, die exemplarisch aufzeigt, wohin die musikalische Reise diesmal geht: Der Indie-Folk mit Lagerfeuer-Flair wird erweitert um hymnischen Gitarrenpop mit gelegentlicher Tendenz zum psychedelisch verträumten Americana-Sound und mit Wurzeln bei den Byrds, Crosby, Still & Nash und sogar den Eagles, wie sie etwa in „Call Me A Friend“ oder dem nachdenklichen „Dust“ anklingen. Ein Song, der inhaltlich den roten Faden des Albums aufnimmt und aufs Wesentliche herunterbricht: Früher oder später wird uns allen das letzte Stündlein schlagen. Dazu jubiliert die Mandoline und heult die Slidegitarre, dass es eine wahre Pracht ist. Und tatsächlich gibt es dafür trotz dieser scheinbar fatalistischen Botschaft gute Gründe. Denn das Fazit, das die Band daraus zieht, lautet konsequenterweise: Carpe diem – genieße den Tag, schließlich weißt du nie, was dich morgen erwartet. 
 

„Don’t lie to me“ ist eine zart beginnende, ihre rhythmische Seite stetig weiter herauskehrende, melancholische Ballade mit dreistimmigem Satzgesang, die dem Piano den Vortritt vor der Gitarre lässt. Auch in „All I Need“ spielt in der Strophe das Piano neben Ians warmer, leicht rauchiger Stimme die Hauptrolle, diesmal in Begleitung von einem souligen Walkingbass – einem Motown-Zitat, das der Nummer, die spätestens im Refrain zum ganz großen Popsong aufblüht, einen so dezenten wie ungewöhnlich tanzbaren und für die Mighty Oaks erfrischend glamourösen Drall Richtung R&B verpasst. Ein reizvoller Kontrast zum herrlich eskapistischem Fernweh-Folk von „Higher Place“ und „Never Look Back“, dem epischen „The Great Unknown“ mit seinen sehnsuchtsvollen Streicherklängen oder dem mollgetönten „Look Inside“, einem sublimen, berührenden Plädoyer zur inneren Einkehr im Angesicht der eigenen Vergänglichkeit. 
 

Einen inhaltlichen Schlusspunkt und ein musikalisches Ausrufezeichen setzt schließlich „Raise A Glass“, zugleich Abschiedssong und eine Ode an die Freundschaft – ganz im Geiste von „Auld Lang Syne“ –, die tatsächlich wie fürs Lagerfeuer gemacht ist und auf den Konzerten der kommenden Tour sicherlich einen der Höhepunkte bilden wird. 
 

Apropos Tour: Trotz aller Veränderung dürfen sich die Fans 2017 auf eines verlassen: Mighty Oaks sind und bleiben eine ausgesprochene Live-Band, und als solche eine der besten dieses Landes. Ab April werden sie das mit den Songs des neuen Albums im Gepäck erneut unter Beweis stellen. 




Single 1 "Brother" 28.02.2014
Single 2 "Seven Days" 28.02.2014
Single 3 "Back To You" 05.12.2014
Album "Howl" 07.03.2014
Eingängige Pop-Songs mit Folkwurzeln Made in Berlin – ab dem 14. Februar 2014 gibt es das. An diesem Tag erscheint nämlich »Brother«, die Lead-Single aus »Howl«, dem ab dem 28. Februar 2014 in den Läden stehenden Debütalbum der MIGHTY OAKS. 

Seit 2010 macht das Trio, bestehend aus dem US-Amerikaner Ian Hooper, dem Italiener Claudio Donzelli und dem Briten Craig Saunders, Musik und das mit unlängst immer schneller wachsendem Erfolg. 
Sänger und Songschreiber Ian stammt aus Washington, dem nördlichsten Bundestaat der US- Amerikanischen Westküste. Er wuchs in einem kleinen Kaff 40 Meilen südlich von Seattle auf, studierte zunächst in Portland und dann in München. Seit 2008 lebt er fest in Deutschland. 

Seine Mitstreiter Claudio und Craig traf er bei Auftritten in Hamburg. Nach und nach zogen alle drei nach Berlin. Nach verschiedenen Studiengängen und Jobs in Berlin – sogar ein  Job im Bundestag (!) war dabei – beschlossen sie, sich von nun an ganz auf die Musik zu konzentrieren. Mit Erfolg.

In ihrer jungen Bandgeschichte standen die MIGHTY OAKS bereits auf denselben Bühnen wie die Lumineers,Chvrches und First Aid Kit, tourten mit den Shout Out Louds und eröffneten auf Einladung für die Kings Of Leon deren Show in der Berliner Waldbühne. Nach dem großen Erfolg ihrer selbstveröffentlichten Debüt-EP »Just One Day« spielten sie schließlich im Herbst 2013 ihre erste eigene und direkt ausverkaufte Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

»Brother« ist für die MIGHTY OAKS viel mehr als die Summe seiner Teile. Vordergründig kreiert der Song Folk-Sound mit mehrstimmigen Harmonien, aber dank moderner Pop- Instrumentierung ist es ein druckvolles und temporeiches Stück, das besinnlich und euphorisch zugleich stimmt. 
»It's a song about friendship. It is a nostalgic reflection upon the developmental stages in life and about having that one, true friend in life, that you know would do anything for you, and for whom you'd do anything.“ « erklärt Ian.

Schließlich ist das auf den ersten Blick ungleiche Trio mehr als nur ein Verbund gleich tickender Musiker. Über ihre gemeinsame Liebe zu handgemachter Popmusik, Folk und den großen, amerikanischen Songwritern des 20. Jahrhunderts wurden die drei zu besten Freunden, Verzeihung, Brüdern. 

Dreistimmiger Satzgesang, akustische Gitarren und Mandolinen bilden den Mittelpunkt der MIGHTY OAKS Songs. Sanfte Basslinien und schlichte Drums sind Puls und Herzschlag des Bandsounds, elektrische Gitarren verleihen ihm Tiefe und Raum. Darüber liegen die melancholischen, aber durchweg hoffnungsvollen Texte Hoopers. Sie feiern das Abenteuer, die Freiheit und die Liebe.

So werden der Band die Herzen nur so zufliegen, wenn am 28.Februar 2014 schließlich »Howl« erscheint. Bis dahin bleibt uns aber bereits »Brother« und die Wiederholung des darin enthaltenen Band-Mantras: »I'll follow you to the end of the world, if only you would ask me to.«