half•alive

16.01.2019 17:28:28 | beate
Band To Watch 2019!


Single: "Still Feel." 18.01.2019


Musik lebt und atmet. Sie wächst und verändert sich im Laufe der Zeit. Sie befindet sich im konstanten Fluss zwischen den Extremen der menschlichen Existenz.   

Dies gilt auch für die Musik von half•alive. Untersucht man die musikalische DNA des kalifornischen Trios unter adäquaten Testbedingungen (z.B. unter dem Licht einer funkelnden Discokugel), so stößt man u.a. auf Elemente der Genres R&B, Funk, Pop, Rock, Soul. Ihren Glücksseligkeit verheißenden Stilmix präsentieren Josh Taylor (Gesang), Brett Kramer (Drums) und J Tyler Johnson (Bass) mit faszinierendem visuellem Einfallsreichtum im Widescreen-Format und mitreißenden Live-Auftritten. Das half•alive-Erlebnis ist dabei stets aufs Neue überraschend und variantenreich.  

„Unser Ziel ist es, Musik zu machen, die flexibel genug ist, sich zu verändern, wenn wir uns verändern, damit wir nicht bis in alle Ewigkeit Songs spielen müssen, die eigentlich nur für eine Saison in unserem Leben gedacht waren“, erklärt Josh. „Sigmund Freud hatte die Theorie, dass an einem Ende des Spektrums das ‚Über-Ich‘ steht, am anderen das ‚Es‘. Im Zentrum liegt das ‚Ich‘. Carl Jung entwarf eine ähnliche Theorie: das Schattenselbst. Die Dinge, die wir an uns selbst nicht anerkennen wollen, treten in Konkurrenz mit jenen Dingen, die wir an uns selbst lieben. Beide sind sich einig, dass dies in einer wunderbaren Spannung zum Ausdruck kommt, die wir durchleben. Es ist ein Tauziehen zwischen Licht und Schatten, dem Geist und dem Fleisch. Der eine führt uns ins Leben und der andere führt uns in den Tod, und lässt uns in einem Zustand des ‚Halblebens‘ verharren.“

„Natürlich werden wir uns ästhetisch verändern“, sagt Brett. „Die Art, wie wir Songs schreiben, wird sich verändern. Die Botschaft wird jedoch immer bestehen bleiben. Es geht darum, welche Beziehung wir zu Menschen haben“. 

Eine Botschaft, auf die sie durch unentwegtes Wühlen und Graben stießen. Die Geburtsstunde von half•alive datiert auf das Jahr 2015, als Josh von einem Songwriting-Mentor und Freund zu einer „Challenge“ herausgefordert wurde. Um seine Fähigkeiten weiter zu verbessern und zu verfeinern, nahm er die Herausforderung an. Die Aufgabe: in der siebenmonatigen Filmhochschul-Pause  fünfzig Songs zu schreiben. Im Laufe dieses Prozesses begann er damit, „ein kleines Universum“ zu schaffen, in dem sich Menschen geradezu verirren konnten. Ungefähr auf halber Strecke kam Brett Kramer an Bord.  

Die beiden Musiker zogen sich 2016 in ein Studio in der Mojave Wüste zurück, wo die Songs der   Independent-EP „3“ entstanden, die eine geheimnisvolle Chemie offenbaren. Kurz darauf stieß J Tyler zu den beiden. 

Die EP verursachte einen spürbaren Buzz, die Single „The Fall“ verzeichnete in weniger als einem Jahr mehr als 3,1 Millionen Spotify-Streams und 1,4 Millionen YouTube-Views. Auch der Song „Awake At Night“ überschritt die eine-Million-Views-Marke bei YouTube. 

Im Verlauf des folgenden Jahres schrieben sie jenes Stück Musik, dass ihnen 2018 unter dem Titel „still feel.“ den Durchbruch bescheren sollte. (Übrigens das elfte Stück der ursprünglichen 50-Lieder-Challenge). Angetrieben von einem slicken Beat, Handclaps, funky wummerndem Bass, wilden Bläsern, schimmernden Keyboards und einem ekstatischen Falsetto-artigen Gesang wurde „I still feel a•live“ eine Art Motto für die Jungs – ein Song, der perfekt zum Beschallen eines Midsummernight-Festivals taugt, aber auch gut und gerne der Soundtrack einer Tanz-Sequenz aus „Pulp Fiction“ sein könnte. Um den Song auch visuell zum Leben zu erwecken, griff Josh auf die Skills aus seiner Filmhochschul-Zeit zurück. Unter seiner Regie entstand ein beeindruckend choreographiertes Video des JA Collectives, das mit Vintage-Farbgestaltung nebst Seventies-Retro-Atmosphäre gefällt, wie man sie sonst nur aus P.T. Anderson-Filmen kennt.      
Das Video wurde von Fans auf den sozialen Plattformen wie wild geteilt und überschritt schon nach zwei Monaten die Grenze von zehn Millionen Views. Große Aufmerksamkeit wurde dem Song auch auf Reddit zuteil, NPR lobte „still feel.“ in seiner „All Songs Considered“-Rubrik. 

„Textlich fokussiert sich der Song auf einen Punkt in meinem Leben, als ich in einer Übergangsphase zwischen Arbeit, Freunden, Beziehungen und allem anderen war“, erklärt Josh. „Ich hatte das Gefühl, meine Wurzeln verloren zu haben und trieb so dahin. Die Story hätte so oder so ausgehen können. Gleichzeitig wusste ich, dass es etwas mehr gab, dass mich wieder an einen Ort bringen könnte, an dem ich mich wieder verwurzelt fühlen würde. Es war wieder einmal ein Hin und Her“. 

Der Erfolg von „still feel.” führte schließlich zu einem Deal mit RCA Records, der ihnen nun ermöglicht, ihre Visionen auf einem völlig neuen Level zu realisieren. Das Jahr 2018 begann für die Band gleich mit einem Paukenschlag – die erste offizielle Headliner-Tour (die sie u.a. am 18.02. auch in den Privatclub nach Berlin führt) war sofort ausverkauft. Unterdessen richten half•alive ihre Blicke in eine Zukunft, deren Veränderungen und daraus resultierenden Aufregungen sie mit offenen Armen empfangen. 

„Alles ist ineinander verwoben“, sagt J Tyler. „Die Musik ist verbunden mit unseren Erfahrungen und den Geschichten, die wir durch sie erzählen, doch letzten Ende hoffen wir, dass unsere Charaktere eine lautere Sprache sprechen als unsere Songs“. 

„Wir hoffen, dass ihr uns auf unserem Weg begleiten werdet“, wünscht sich Josh Taylor. „Und dass diese Songs ihren Weg in eure Herzen finden und eine Reaktion hervorrufen“. 

 

 

 

 
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