Greyson Chance "Portraits"

21.03.2019 18:48:28 | beate
Die aktuelle Single "Shut up" und das dazugehörige Album ab 22.03.19 im MPN


Single: "Shut Up" 15.03.2019
Album: "Portraits" 15.03.2019

 
"In einem amerikanischen Leben gibt es keinen zweiten Akt."

Das sagte einst die amerikanische Literaturikone F. Scott Fitzgerald, aber da liegt er falsch, denn leider hatte er nie die Gelegenheit, Greyson Chance zu treffen.

Dieser einzigartig begabte Sänger, Songwriter und Instrumentalist hat bereits ein spektakuläres Kapitel 1 erlebt. Wie viele andere Künstler haben schon 14 Millionen Besucher mit ihrer Debüt-Single auf YouTube gehabt, oder knapp 100 Millionen Besucher auf ihrer YouTube-Seite? Und wer konnte schon mehrfach bei Ellen DeGeneres und in anderen TV Sendungen in seiner Heimat auftreten? Oder auch in Peking, Hongkong, Singapur, Manila und anderswo in Fernost? Und das alles vor seinem 17. Lebensjahr?

Wie Fitzgerald sicher wusste, ist eine Geschichte, die mit einem lauten Knall beginnt, kaum zu toppen. Bei Chance ist das anders. Er konnte mit seiner eigenen Musik, seinem musikalischen Wachstum und seinen Fähigkeiten, den Rückschlag seines frühen Ruhmes überstehen, konnte seinen wahren kreativen Kompass finden sich als Künstler neu definieren. 

Sanft und doch schmerzhaft ehrlich. Sparsam in den Lyrics und dennoch emotional turbulent. Die Musik von Chance verbindet Einsicht und Unentschlossenheit mit einer Sensibilität, die viele Künstler, die dreimal so alt sind wie er, noch nicht erreicht haben. Er ist ein Virtuose des Understatements, ein guter Dichter und ein Künstler, dessen Zeit nun gekommen ist.

Lebensverändernde Entscheidungen mussten bis dahin getroffen werden, um ihn zu diesem Künstler werden zu lassen. Eine davon war die Aufgabe, sich als schwuler Mann anzuerkennen und anzunehmen. "Das war die härteste Entscheidung, die ich je getroffen habe", sinniert Chance. "Ich habe meine letzte EP ‚Somewhere Over My Head‘ 2016 aufgenommen. Ich war wirklich stolz darauf. Wir haben bei jedem Label in L.A. an die Tür geklopft. Aber die Branche hat mich völlig abgelehnt, denn wenn man jung anfängt, nehmen einen viele Leute nicht ernst, wenn man älter ist. Ich hatte ein wirklich beliebtes Video, als ich 12 Jahre alt war, also sagten die Leute […]:‘Ich erinnere mich an das Video‘. Und das war alles, worüber sie reden wollten, also wurde mir klar, dass ich anfangen musste, mich selbst wiederaufzubauen […].“ Also bin ich zurück nach Oklahoma. Ich bin so froh, dass ich es getan habe. Ich habe zu schätzen gelernt, wie die Menschen füreinander eintreten und sich gegenseitig den Rücken stärken. […] Ich liebe die Leute hier."

Als Chance in seine eigene Wohnung in Tulsa zog, begann sich seine Perspektive zu ändern. Befreit vom Druck des Musikgeschäfts spürte er eine Welle der Selbstfindung, die er nicht erwartet hatte. "Ich konnte endlich aufhören, darüber nachzudenken, was jemand in einem Konferenzraum in L.A. von meinen Songs halten könnte", sagt er. 

Nach einer Weile inspirierten Schreibens flog er nach L.A. und ging ins Studio seines Freundes und Produzenten Willy Beaman. Gemeinsam nahmen sie die neuen Songs von Chance auf, von denen einige auf der EP „Good As Gold“ zu hören sind. 

"Viele Leute denken, dass Künstler Musik schreiben, um Produkte zu verkaufen", erklärt er. "Es hört sich vielleicht egoistisch an, aber ich schreibe für eine Person. Und die bin ich. Ich bin froh, dass die Leute sich an diese Songs klammern können. Sie sagen mir: ‚Vielen Dank, dass du diese Musik geschrieben hast‘, aber ich hätte sie trotzdem geschrieben. So komme ich selbst mit dem Leben zurecht."

Wie seine 769.536 YouTube-Abonnenten bereits wissen, ist das zweite Kapitel von Chance eindeutig tiefsinniger und tiefgehender als das erste und dennoch beginnt er im Alter von 21 Jahren gerade erst, seine Geschichte zu erzählen. Soeben erschien nach acht Jahren sein Longplayer „Portraits“ mit 12 Tracks, die sich sowohl um Einsamkeit und Herzschmerz, aber auch um positive Erlebnisse und die Liebe drehen.  Die Single „Shut Up“ handelt von letzterem und lädt den Hörer auf eine musikalische Reise in Greyson Chances zweites Kapitel ein. 
 
©AWAL/Kobalt2019